Einwandfreie regionale Sendung trotz Schneechaos – radio.cloud macht’s möglich!

Dicke weiße Flocken fallen ununterbrochen vom Himmel, Schneemassen türmen sich, auf den Straßen geht gar nichts mehr!
Diese Szenen spielen sich vor kurzem in der Region Ostwestfalen-Lippe ab.
Die Menschen dort bleiben trotzdem top informiert – dank radio.cloud!
Wir haben mit Moderator Christopher Deppe von Radio Gütersloh darüber gesprochen.

Christopher, wie seid ihr bei Radio Gütersloh auf die Situation vorbereitet gewesen und ab wann war klar, dass ihr kurzfristig auf radio.cloud zurückgreift? 

Christopher Deppe:
Samstagabend war klar, dass es der Moderator am Sonntagmorgen bei den Schneemassen nicht in den Sender schaffen würde. Da die radio.cloud bei uns schon im Abendprogramm im Verbund mit den sechs anderen Sendern in OWL und dem Kreis Warendorf im Einsatz war, ist die Cloud grundsätzlich bei uns eingerichtet und wir haben uns spontan am Samstagabend dazu entschieden, dass ich dann lokal für Radio Gütersloh von Zuhause aus auf das Sendesystem zugreifen und am Sonntag von neun bis 13 Uhr für die Menschen im Kreis Gütersloh mit der radio.cloud senden werde.

Wäre ohne die radio.cloud ein lokales Programm – was ja gerade bei dieser außergewöhnlichen Wetterlage wichtig ist, um die Hörer aktuell und schnell zu informieren – überhaupt möglich gewesen? 

Christopher Deppe:
Nur eingeschränkt – unser Rahmenprogrammanbieter, die Radio NRW GmbH in Oberhausen, sendet ein 24/7 Vollprogramm für ganz Nordrhein-Westfalen. Wirklich lokale Informationen hätten wir nur in den so genannten „10 Minuten-Fenstern“ ausstrahlen können. In diesen Programmfenstern können neben lokaler Werbung auch weitere lokale Inhalte eingeplant werden. Allerdings muss das gesamte Fenster eine exakte Länge von 10:00 Minuten haben, was das aktuelle Produzieren an so einem Unwetter-Tag unmöglich macht.

Was alles andere als ideal ist!
Wie unkompliziert war es denn, kurzfristig außerhalb der üblichen Sendezeiten auf radio.cloud zurückzugreifen und kam die Sondersendung zur Unwetterlage störungsfrei bei den Hörern an? 

Christopher Deppe:
Mit ein paar wenigen Klicks war die radio.cloud einsetzbar und konnte auf den Sendeweg aufgeschaltet werden. Der normale Hörer konnte aufgrund der verwendeten Verpackung und dem „Fahren“ der Sendung durch die Cloud keinen Unterschied zur live gefahrenen Sendung feststellen. Alle Elemente, Sendeinhalte und Songs klangen genauso wie an normalen Sonntagen auch. Ein entsprechend eingerichtetes und ausgestattetes Home-Office vorausgesetzt. Das beweist alleine die WhatsApp eines Freundes, der mich fragte, wie ich es denn geschafft hätte, bei den Schneemassen in den Sender zu kommen. Er war regelrecht verdutzt, als ich ihm schrieb: Gar nicht – ich sende aus dem Home-Office.

Da hat er bestimmt Augen gemacht!
Wann und wie setzt ihr radio.cloud normalerweise ein?

Christopher Deppe:
Wir bieten mit der radio.cloud montags bis samstags von 18:00 bis 00:00 Uhr und am Sonntag von 18:00 bis 20:00 Uhr ein regionalisiertes Abendprogramm für insgesamt sieben Sender in Ostwestfalen-Lippe und dem Kreis Warendorf sowie unsere Jugendshow „deinfm“ an. Mithilfe der radio.cloud konnten wir die Sendezeiten auf einigen Sendern massiv ausweiten. Außerdem können wir durch die radio.cloud bis in die Nacht lokale Nachrichten auf den sieben Sendern ausspielen, die jede Redaktion lokal zusammenstellt, produziert und selbstständig einplant.

Da macht ihr ja schon einiges!
Was ist künftig mit radio.cloud geplant? 

Christopher Deppe:
Zuerst liegt der Fokus auf der Ausweitung des Abendprogramms und der Stärkung der Randsendezeiten, um diese noch lokaler auszugestalten. Sender, die bisher am Vormittag zum Beispiel den Rahmenprogrammanbieter übernommen haben, können in Kooperation mit benachbarten Lokalstationen ihr lokales Programm deutlich ausweiten durch die Nutzung der Cloud. Sie ermöglicht es jedem Sender, weiter seine eigene Sendung zu fahren und nicht eine landesweite Sendung, deren Inhalte kaum von lokaler Relevanz sind.

Das freut natürlich auch eure Hörer!
Was hat sich durch radio.cloud in deinem Arbeitsalltag verändert und was schätzt du besonders an dem neuen System?

Christopher Deppe:
Neben Unwetterlagen ist die radio.cloud vor allem eine Arbeitserleichterung für unsere Moderatoren im Abendprogramm. Eine leichte Regionalisierung von Inhalten und eine einfache Mehrfachnutzung von produzierten Inhalten macht die Produktion effizienter und nutzt Synergieeffekte. Die Produktion bzw. Moderation ist nicht mehr an einen Standort gebunden.

Die Cloud wurde vor dem ersten Einsatz im NRW-Lokalfunk speziell angepasst auf die Live-Nachrichten aus Oberhausen zur vollen Stunde, Fernwirk-Befehle und den Satellite-Break zur landesweiten Werbeumschalte. Auch sind wir von redaktioneller wie technischer Seite im stetigen Austausch mit dem NexCast-Team und entwickeln die radio.cloud im OWL-Verbund und im gemeinsamen Einsatz mit unserem bestehenden Sendesystem von Audio-Data und in Kombination mit Live-Inhalten von Radio NRW stetig weiter. Die Entwickler der Cloud versuchen, uns möglichst viele Wünsche zu erfüllen und programmieren und entwickeln die Cloud für uns weiter.

Und das tun wir sehr gerne! Vielen Dank an Christopher Deppe für das Gespräch!

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Christopher-Deppe-Gütersloh