NexCast liefert Studios, Technik, radio.cloud :

Antenne Deutschland sendet aus neuen Studios in Garching bei München

Neue Töne aus dem Süden für die ganze Republik: In Garching bei München nahm die bundesweite Audio Entertainment Company Antenne Deutschland im April 2021 ihr neues Sendezentrum in Betrieb. In den hochmodernen Studios betreibt das Joint Venture von Absolut Digital und Media Broadcast sechs Privatradios: Absolut Hot, Absolut Top, Absolut Bella, Absolut Oldie Classics und Absolut Relax, deutschlandweit digital terrestrisch via DAB+ empfangbar, und das Webradio Absolut MusicXL.

Eine wichtige Rolle spielt NexCast: Der Rundfunktechnik-Dienstleister aus Ismaning bei München war als Generalunternehmer für den Studio-Aufbau zuständig, übernimmt die komplette technische Betreuung des laufenden Sendebetriebs und stellt die eigenentwickelte Software-Plattform radio.cloud bereit, über die die sechs Programme produziert und ausgespielt werden.

6 Sender aus 3 Studios: Wie geht das?

Im Mittelpunkt der Planung des Sendezentrums stand das Ziel, ‘echtes’ Live-Radio aus einem klassischen Studio mit den KI-gestützten Möglichkeiten der radio.cloud zu verbinden. Bei der radio.cloud können nach dem Baukasten-Prinzip alle Programminhalte – Musik, Nachrichten, Werbung, Jingles, Moderation – vorproduziert und dann zu einem fortlaufenden Programm zusammengesetzt werden.

Weiterer Vorteil der radio.cloud: Die Programmelemente müssen nicht vor Ort und nicht in einem klassischen Studio erstellt werden. Ein Laptop oder ein iPhone am Küchentisch des Moderators oder Redakteurs reichen aus; der Zugang zur radio.cloud erfolgt via Webbrowser. So lassen sich etwa in Notfällen wie Corona-Lockdowns ganze Radioprogramme von zuhause aus produzieren.

Auch, wenn die Absolut Sender vornehmlich live produziert werden, ermöglicht die Verknüpfung von Vor-Ort- und Remote-Produktion, im Sendezentrum agil mit drei Studios auszukommen, was Platz und Geld spart. Dabei kann jedes Studio flexibel für jeden Sender eingesetzt werden. Ein Gateway der radio.cloud spiegelt den Content-Bestand zwischen dem traditionellen Sendesystem (hier Zenon) und der Cloud. Außerdem gibt es drei Produktionsstudios, in denen Beiträge erstellt und bearbeitet werden können.

NexCast schickt die Techniker

Mit insgesamt acht eigenen und externen Mitarbeitern baute NexCast die Studios in Garching auf, doch damit ist die Arbeit nicht beendet. Wie bereits seit Jahren schon beim bayerischen Rahmenprogramm-Anbieter BLR, übernimmt der Dienstleister für das Sendezentrum von Antenne Deutschland die gesamte technische Betreuung.

Bei Bedarf können die Mitarbeiter die 24/7-Hotline von NexCast anrufen, die, je nach Situation, eine Fernwartung veranlasst oder Techniker vorbeischickt. Zusätzlich betreibt NexCast ein ausgeklügeltes proaktives Überwachungssystem, das viele mögliche Probleme bereits im Vorfeld erkennt. Außerdem gibt es ein gespiegeltes Radio Playout aller Sender komplett in der Cloud, das bei einem Großschaden der lokalen Infrastruktur den gesamten Sendebetrieb als „Desaster Recovery“ unabhängig des Standorts Garching weiterführt.

Warum noch klassische Studios?

Der Umzug ins eigene Sendezentrum ermöglicht Antenne Deutschland, mehr moderierte Sendeflächen einzuführen, die sowohl direkt vor Ort im Studio als auch extern produziert und zugeführt werden. Warum aber baut man überhaupt noch Studios, wenn es schon erste bundesweite Sender gibt, die alles über die radio.cloud machen? Für Radiomacher lebt Live-Radio von der Studio-Atmosphäre und der Dynamik im Team. Aber der hybride Ansatz könnte Nachahmer finden.

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Statusanzeige Studio A

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Blick auf das Mischpult

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Blick ins Studio

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